Tätigkeitsprogramm für Dienste und Arbeiten der
Bezirksgemeinschaft Salten Schlern
für das Jahr 2008
Allgemeine Verwaltung
In der Sitzung vom 13.12.2007 befasste sich der Rat der Bezirksgemeinschaft Salten Schlern mit dem Programm für Arbeiten und Dienste für das Jahr 2008 sowie mit der Genehmigung des Haushaltsvoranschlages 2008.Die Organisationsstruktur der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern fußt auf Kriterien der Autonomie, der Funktionalität und der Wirtschaftlichkeit der Verwaltung sowie auf der Grundlage der Professionalität und der Verantwortung der Mitarbeiter/innen.
Die Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern beschäftigt zur Zeit 225 Mitarbeiter/innen, wobei der Großteil in den von den Gemeinden an die Bezirksgemeinschaft delegierten Sozialdiensten arbeitet. Als Mutterschaftsersatz arbeiten im Jahresdurchschnitt 20 Mitarbeiter/innen was sich natürlich nicht unerheblich auf die Ausgaben auswirkt. Eine angemessene Fortbildung ist für das gute Funktionieren des Betriebes Bezirksgemeinschaft unerlässlich und so wurden 60.000.- Euro für Fortbildung vorgesehen. Ein erheblicher Teil davon ist für Supervisionen vorgesehen, die besonders im Sozialbereich von den Bediensteten sehr gut angenommen werden.
Stammrollenstellen werden nach Bedarf ausgeschrieben. Um die Abwicklung von Projekten zielgerecht durchführen zu können, werden die nötigen Personaleinstellungen in Form von Jahresbeauftragungen bzw. Mobilität zwischen den Körperschaften getätigt.
In der Personalverwaltung wird eine Vereinheitlichung der EDV Programme und hier vor allem der Ausbau des ASCOT Programms zusammen mit dem Gemeindenverband weiterhin angestrebt. Außerdem wird im Jahr 2008 die Genehmigung der Abwesenheiten des Personals mittels Online-Anfrage mit dem elektronischen Zeiterfassungssystem TW-Client weitergeführt.
Die Einführung der Gebarungskontrolle bleibt weiterhin ein Ziel und soll sowohl für die Verwaltungs- als auch für die die Gebarungstätigkeit der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern ein Steuerungsinstrument darstellen, wobei der Bezirksausschuss die jeweiligen Bereiche festlegt, für welche die Gebarungskontrolle durchgeführt werden soll.
Die Kosten-Leistungs-Rechnung soll im Jahr 2008 erstmals ganzjährig durchgeführt werden, sodass im Haushaltsjahr 2009 bereinigte und halbwegs aussagekräftige Daten zu erwarten sind.
Die Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern ist weiterhin in verschiedenen Räumlichkeiten in Miete und teilweise werden solche (Sprengelstützpunkte und Sprengelsitze) von den Gemeinden bzw. von der Autonomen Provinz Bozen zur Verfügung gestellt. Die Ausgaben für Miet- und Mietnebenspesen sind für das Jahr 2008 mit ca. € 360.000,00 (ca. 241.000,00 Mieten und € 119.000,00 Mietnebenspesen). Da die Werkstätte und die Wohneinrichtung in der Drususstraße im Haushaltsjahr 2008 bereits im neuen Gebäude Sozialzentrum Unterkardaun untergebracht sind, fallen Ausgaben für Mieten im Ausmaß von ca. € 120.000,00 weg.
Die Garage in Birchabruck im Eigentum der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern bleibt weiterhin vermietet und soll nach Möglichkeit, wie aus einem Grundsatzbeschluss des Bezirksrats hervorgeht, verkauft werden.
Die Sicherheit am Arbeitsplatz wird durch periodische Zusammenkünfte des Sicherheitsdienstes, bestehend aus dem externen Sicherheitsbeauftragten Arch. Dr. Paul Graber, dem Betriebsarzt Dr. Monsagrati Torello, dem Präsidenten und dem Generalsekretär der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern sowie den ernannten Sicherheitssprechern überprüft.
Im EDV-Bereich wird in Zusammenarbeit mit dem Gemeindenverband Anfang des Jahres 2008 ein neues Protokoll- und Dokumentenverwaltungsprogramm (das auch als Archivierungssystem gilt) eingeführt. Außerdem sind in den Strukturen verschiedene PC's auszutauschen bzw. müssen durch neue ersetzt werden.
Die Leistungserfassung wird auch im Jahr 2008 fortgeführt.
Die Einführung und Schulung der Bediensteten auf Open Office sowie auf dem Programm Time&Web (Zeiterfassungssystem) wird fortgesetzt.
Außerdem ist für das Jahr 2008 ein neues E-Mail-Programm eingeführt, wofür für die einzelnen Mitarbeiter noch mehrere Einführungskurse angeboten werden.
Die Einführung des zertifizierten E-Mails und der digitalen Unterschrift, besonders für den Zahlungsverkehr mit dem Schatzmeister, werden weiterhin angestrebt.
Umweltbereich
Die Restmüllsammlung in den Gemeinden Kastelruth, Völs, Tiers, Welschnofen, Deutschnofen, Karneid, Mölten und Jenesien und die Biomüllsammlung in den Gemeinden Kastelruth, Völs, Tiers, Welschnofen, Deutschnofen, Karneid, Mölten, Jenesien, Sarntal und Ritten sind EU-weit ausgeschrieben worden und werden innerhalb 31.03.2008 neu vergeben.Beratung im Umweltbereich wird zur Zeit nicht mehr angeboten, da sich die Umweltberaterin in Mutterschaftsurlaub befindet.
Die laufenden anfallenden Arbeiten werden weiterhin von einer Mitarbeiterin im Generalsekretariat erledigt.
Investitionen
Folgende Investitionsvorhaben sollen ins Programm für Arbeiten und Dienste aufgenommen werden:Sprengelsitz Eggental-Schlern
2 Dienstautos für Hauspflegedienst – 10 Essenscontainer – Lieferauto zum Transport der Mahlzeiten für „Essen auf Rädern“ - EDV-Anlage für 2 neue Büros im Stützpunkt Völs (2 PC mit Bildschirm, Kopierer/Drucker, Telefon)
Euro 76.000,00.-
Sprengelsitz Salten-Sarntal-Ritten
3 Dienstautos für Hauspflegedienst – 10 Essenscontainer - Instrumente und Geräte für Haus- und Fußpflege – Wäschetrockner – Drucker – 3 PC mit Bildschirm
Euro 70.000,00.-
Sprengelsitz Gröden
3 Dienstautos für Hauspflegedienst – 10 Essenscontainer – Instrumente und Geräte für Haus- und Fußpflege – Einrichtung für 4 neue Büros, 1 Sitzungssaal inklusive der EDV Anlage
Euro 96.000,00.-
Geschützte Werkstatt Sarnthein
Rasenmäher – Stromaggregat
Euro 3.500,00.-
Geschützte Werkstatt Blindenzentrum
2 Schränke – Formatkreissäge – Kücheneinrichtung – 2 Arbeitstische
Euro 29.000,00.-
Sozialzentrum Kardaun
(zur Zeit noch Geschützte Werkstatt Drususstraße)
Bandsäge – Küchenheräte – für die angestrebte Gruppe für alkoholabhängige Personen: Transporter und verschiedene Geräte für Außenarbeiten
Euro 62.000,00.-
Beruftrainingszentrum
Malerarbeiten
Euro 12.000,00.-
Haus Locia
Wäschetrockner für Wohnheim - 35 Stühle für Übergangsunterkunft in Pontives, die später auch für neue Struktur genutzt werden
Euro 16.500,00.-
Tagesstätte S'Ancunté
Holzboden schleifen – Verschiedene Materialien und Geräte (Rasierapparat, Geschirr für Küche, Kochplatte)
Euro 7.500,00.-
Geschützte Werkstatt S'Ancunté
Beleuchtungskörper für Ruheraum - Verschiedene Materialien und Geräte (Entsafter, Bügeleisen, Schienen zum Befestigen von Bilder)
Euro 2.100,00.-
Wohngemeinschaft Scurcià
Schleifen und lackieren der Fenster, Jalousien und Balkone - Malerarbeiten
Euro 5.000,00.-
Wohngemeinschaft Prösels
Schließsystem für Wohnungen – Dampfreiniger
Euro 2.500,00.-
Euroresidenz
Einrichtung für Wohnung – Malerarbeiten in 3 Wohnungen – Beleuchtungskörper für Büro und Aufenthaltsraum – Fernseher – 1 Laptop – 1 PC mit Bildschirm - Schreibtisch
Euro 19.320,00.-
Miniwohnungen Mozartstraße
Behindertengerechte Kücheneinrichtung
Euro 15.000,00.-
Cafe Suredl
Notwendige Umbauarbeiten für provisorische Unterkunft
Euro 30.000,00.-
Allgemeine Verwaltung
EDV Geräte
Euro 15.000,00.-
- Umbau des Hauses Locia in St. Ulrich: Das Projekt wurde vom Technischen Landesbeirat bereits genehmigt und Anfang des Jahres 2008 wird mit den Ausschreibungen begonnen. Für das Haushaltsjahr 2008 wurden für den Umbau des Hauses Locia € 3.210.000,00 in der Bilanz vorgesehen und weitere € 1.905.000,00 wurden in den Mehrjahreshaushalt 2009 eingebaut. Das angestrebte Ziel ist die Umstrukturierung des Hauses innerhalb Jänner des Jahres 2010, sodass zu diesem Termin das Ausweichquartier für die Zeit der Umbauarbeiten in Pontives wiederum an die Fa. Prinoth zurückgegeben werden kann.
- Umbau des sog. „Klösterle“ in Sarnthein zu einer sozialen Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung: Im Jahre 2008 werden die entsprechenden Umbauarbeiten durchgeführt. Mit den Deutschordensschwestern wurde ein 29-jähriger Überbaurechtsvertrag abgeschlossen. Die Ausgaben für die Umbauarbeiten werden zur Gänze von der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern übernommen, dafür ist das Überbaurecht kostenlos. Die Finanzierung für die Umbauarbeiten ist sichergestellt. Um die Finanzierung der Inneneinrichtung für 3 Kleinwohnungen, für die Wohngemeinschaft 3 Zimmer, Personalzimmer, Aufenthaltsraum und Wohnküche – Geschirr, Küchengeräte bzw. Küchenausstattung, PC mit Bildschirm und Drucker über einen Betrag von Euro 174.139,61.- wurde für das Jahr 2008 bei den zuständigen Stellen angesucht.
- Errichtung einer voll betreuten Wohngemeinschaft für Menschen mit schwerer Behinderung im Altersheim von Sarntal: Im Zuge des Umbaus des alten Altersheimes von Sarntal wird auch diese Einrichtung für die Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern errichtet. Die nötige Finanzierung ist bereits sichergestellt und die Sarner Stiftung beauftragt, die Bauarbeiten durchzuführen. Um einen Differenzbetrag von € 64.900,00, der sich zwischen dem Einreicheprojekt und dem Ausführungsprojekt ergeben hat, wurde bereits bei den zuständigen Stellen um die Finanzierung angesucht.
- Fahrradweg Blumau-Kollmann: Ein drittes Baulos „Rothwand - neue Eisackbrücke" wurde Ende des Jahres 2007 vergeben und wird im Jahr 2008 realisiert. Für die Verwirklichung des letzten Teilstückes Rothwand-Atzwang muss noch eine technische Lösung gesucht und die notwendige Finanzierung sichergestellt werden.
- Bau des Fahrradweges RODAVAL: Die Gemeinden des Grödentals sind dabei, mit den Grundeigentümern die erforderlichen Vereinbarungen für die Durchfahrt einzuholen, sobald diese vorliegen wird die Finanzierung des Radwegs vorangetrieben.
- Bau des Fahrradweges Bozen-Sarnthein-Pens und Nebenstrecken: Das Vorprojekt wurde erstellt und dem Technischen Landesbeirat zur Genehmigung vorgelegt. Dieser hat das Projekt mit dem Hinweis, dass es überarbeitet werden muss, an die Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern zurückgeschickt. Sobald das genannte Vorprojekt genehmigt ist, wird um die Finanzierung einzelner Teilstücke bei den zuständigen Stellen angesucht.
- Bau des Fahrradweges Völs-Seis-Kastelruth: Ein Vorprojekt ist ausgearbeitet und es wurde um die Eintragung von Amts wegen in die Bauleitpläne angesucht. Da sich ein kleines Teilstück des Fahrradweges in einem ausgewiesenen Naturparkgebiet befinden, dauert die Eintragung noch etwas an.
- Bau des Fahrradweges Kardaun-Portal Tschungg: Eine Machbarkeitsstudie wurde erstellt. Die Realisierung des Fahrradweges soll im Auge behalten werden.
Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft Salten Schlern
Die Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern geben sich für das Jahr 2008 folgende Schwerpunkte:Sprengel:
- Weiterführung des Aktivierungsprogramms des noch fehlenden Sprengelstützpunktes in Kastelruth (Anmietung und Einrichtung für provisorische Unterbringung, Begleitung des Neubaus im Altersheim).
- Sozial- und Gesundheitssprengel Gröden:Nach dem Um- und Ausbau der restlichen Räumlichkeiten im Parterre und im ersten Obergeschoss des alten Altersheimes Zurverfügungstellung der Büros an das Einstufungsteam (Pflegesicherung) und an soziale Vereine.
- Pflegesicherung 1: Konzeptionelle und organische Vorbereitung der Hauspflege auf die Veränderungen durch die Einführung der Pflegesicherung und entsprechende Maßnahmenergreifung.
- Pflegesicherung 2: Begleitung und materielle Unterstützung der drei Einstufungsteams(„Tandems“) für den Start des landesweiten „Dienstes für Pflegeeinstufung und Pflegeberatung“ im Sinne des neuen Pflegesicherungsgesetzes.
- Weiterentwicklung der Sprengeldienste in Umsetzung des derzeit geltenden und des eventuell beschlossenen neuen Landessozialplanes.
- Weiterentwicklung der Organisationsentwicklungsprojekte „Case-management“ (auch in Zusammenarbeit mit der Psychiatrie) und „Integrierte Hausbetreuung“;
- Konsolidierung und qualitativer Ausbau des Projektes „Bürgerservice“ zusammen mit dem Gesundheitssprengel in St. Ulrich und in Kardaun;
- Ausbau der sozialen Grundleistungen im Erwachsenenbereich (Integrationshilfen und Unterstützung in den Bereichen Arbeit, Wohnen, Freizeit; Ausbau der Maßnahmen des Landessozialplanes 2000-2002: „Hilfe zur Arbeit“ und „Individualprogramme für Sozialhilfeempfänger“; Absprache und Klärung der jeweiligen Zuständigkeiten, Aufgabenteilungen und Zusammenarbeitsmodalitäten mit den entsprechenden Fachdiensten (Arbeitsamt, psychiatrischer Dienst, usw.) auf der Grundlage der Case-Managementmethode.
- Weiterführung und Weiterentwicklung der ambulanten und aufsuchenden sozialpädagogischen Arbeit für belastete Familien, insbesondere für Familien mit psychisch kranken Familienmitgliedern und im Minderjährigenbereich.
- Weiterführung der Dienstleistung „KIDS“ (= Unterstützung für Familien mit schwer behinderten Kindern), sofern dies das neue Pflegesicherungsgesetz erlaubt.
- zusätzliche Schulung der Fachkräfte, besonders hinsichtlich neuer Zielgruppen und Aufgabenbereiche (siehe oben angeführte Projekte).
- personelle Aufstockung der bestehenden Dienstbereiche im Sprengel, vor allem mit SozialbetreuerInnen (HP), sofern die entsprechenden Stellenplanänderungen von der Landesregierung genehmigt und das notwendige Personal dafür gefunden wird.
- Implementierung der vom Bezirksrat beschlossenen Pflegestandards für die Arbeit in der Hauspflege.
- Weiterführung und Ausbau der Beratungstätigkeit der Hauspflege „Sicheres Wohnen im Alter“, sofern dies das neue Pflegesicherungsgesetz erlaubt und die Finanzierung gesichert bleibt.
- moderne und funktionelle technische Ausstattung der MitarbeiterInnen in der Hauspflege (Datenerfassungsgeräte, usw.) und weitere Aufstockung, bzw. Erneuerung des Fahrzeugparks.
- Weiterer Ausbau der Leistung „Essen auf Rädern“ unter Miteinbeziehung des Volontariates, schrittweise in allen Gemeinden; verstärkte Zusammenarbeit mit den Altersheimen auch für die Erbringung der Leistung „Essen im Heim“ und „Tagespflege“.
- Fortführung und Intensivierung der Zusammenarbeit mit Freiwilligengruppen.
- Förderung der Bildung von Freiwilligen- und Selbsthilfegruppen, deren Begleitung und Unterstützung.
- Gute Zusammenarbeit mit den Sprengelbeiräten.
- Pflege und – wo notwendig - punktuelle Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Gemeindeverwaltungen, den Schulen, den Jugenddiensten, den Arbeitsämtern und den Gesundheitsdiensten (Netzwerkarbeit, Projektarbeit).
- Sensibilisierung der Gemeinschaft für soziale Themen und Belange und Öffentlichkeitsarbeit, vor allem in den Gemeinden (auch über die Gemeindeblätter).
- Qualitativer Ausbau und periodische Ajournierung der Internetseiten über die Sprengeldienste unserer BZG.
Behinderten- und sozialpsychiatrischer Bereich:
- Inbetriebnahme der neuen Einrichtung nach der Übersiedlung der Geschützten Werkstätte und der Wohngemeinschaft „Drususstraße/Bozen“ in das fertiggestellte Sozialzentrum in Kardaun;
- Abschluss des Projektes „Rad-Kunst-Weg Bozen Kardaun-Blumau“. Dieses Projekt sieht die künstlerische Gestaltung dieses Radweges vorbei am neuen Sozialzentrum in Kardaun durch Menschen mit Behinderung und Schulkindern vor;
- Organisation der vorübergehenden Umsiedlung nach Pontives und Begleitung der Um- und Ausbauarbeiten des Hauses Locia in St.Ulrich; getrennte Anmietung eines Cafes für die Aussiedlung des „Cafes Suredl“;
- Fortführung der Nutzung der ehemaligen Räumlichkeiten der GW „S’Ancuntè“ für die Führung einer Tagesstätte und eines Treffpunktes für Menschen mit psychischen Problemen sowie nach Bedarf als Versammlungs- und Veranstaltungsort für soziale Vereine und Gruppen in St.Ulrich;
- Umbau des „Klösterle“ in Sarnthein und Inbetriebnahme einer polyvalenten teilbetreuten Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung und Menschen mit psychischen, bzw. Alkoholproblemen sowie Errichtung einer Wohngemeinschaft für Menschen mit schwerer Behinderung, bzw. kontinuierlichem Betreuungsbedarf im umzubauenden Altersheim in Sarnthein;
- Weiterführung der autonomen Werkstattgruppe für Alkoholkranke (max. 6 Personen) innerhalb der Geschützten Werkstatt in Sarnthein, in Zusammenarbeit mit „Hands“ und der Gemeinde Sarnthein;
- Bedarfserhebung und gegebenenfalls Errichtung einer weiteren autonomen Werkstattgruppe für Alkoholkranke (max. 6 Personen) innerhalb der neuen Geschützten Werkstatt in Kardaun, in Zusammenarbeit mit „Hands“ und einigen Gemeinden des Sprengels Eggental-Schlern;
- Pflegesicherung (3): Konzeptionelle und organische Vorbereitung der stationären und teilstationären Sozialdienste auf die Veränderungen durch die Einführung der Pflegesicherung und entsprechende Maßnahmenergreifung
- Erstellung von bedarfsgerechten Grundkonzepten für ein abgestuftes Wohnangebot in den neuen sozialen Wohneinrichtungen in Kardaun, Gröden, und Sarnthein;
- Fortführung der Optimierung der Arbeitsweisen und Arbeitsorganisation innerhalb der Tageseinrichtungen des Behindertenbereiches aufgrund der SIVUS-Methode;
- Erstellung von Dienstchartas für alle sozialen Einrichtungen unserer BZG;
- Qualitativer Ausbau und periodische Ajournierung der Internetseiten über die teilstationären und stätionären Sozialdienste unserer BZG.
Vereinbarungen:
- Weiterführung der Konvention mit dem Blindenzentrum für den landesweiten Dienst der Frühförderung von sehbehinderten Kindern.
- Tagespflegeheime: Zum jetzigen Zeitpunkt verfügen wir über keine Anfragen oder Vorschläge bezüglich der Errichtung von Tagespflegeheimplätzen im Einzugsgebiet der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern. Aufgrund der relativ kleinen Einzugsgebiete auch der „großen“ Altersheime (Altersheim Gröden, Altersheim Sarnthein, Altersheim Ritten und Altersheim Kastelruth) ist es nicht ganz einfach, den voraussichtlichen Bedarf abzuschätzen. Aufgrund der bisherigen Erfahrung in anderen Bezirksgemeinschaften kann man davon ausgehen, dass die Einzugsgebiete in unserer BZG wahrscheinlich zu klein sind, um ein Tagespflegeheim in einem dieser Altersheime aufgrund der derzeit geltenden Bestimmungen effizient und kostendeckend führen zu können. Trotzdem soll im Laufe des Jahres 2008 versucht werden,nach Bedarf flexible Tagesbetreuungsangebote mit einigen dieser Altersheime zu diskutieren und zu aktivieren.
Haushaltsansätze 2008
| €25.739.260,00 | Ausgaben |
| € 7.827.444,00 | Personalausgaben |
| € 642.353,00 | Ankauf von Konsumgütern (z. B. Lebensmittel, Drucksorten, Heizung, Treibstoff, Dienstkleidung, Putzmaterial, Instandhaltungen) |
| € 4.504.878,00 | Verschiedene Dienstleistungen (z. B. Wasser, Strom, Müll, Telefon, Unterbringung von Betreuten in Strukturen außerhalb der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern, Restmüllsammeldienst für acht Mitgliedsgemeinden) |
| € 241.000,00 | Verwendung von Gütern Dritter (Mieten) |
| € 1.001.049,00 | Zuweisungen (Finanzelle Sozialhilfe € 789.000,00, Monatsprämien an die Betreuten € 162.929,00, zinsolse Darlehen € 36.720,00 Sekretariatsgebühren € 12.400,00) |
| € 1.000,00 | Passivzinsen und sonstige finanzielle Lasten |
| € 535.270,00 | Steuern und Gebühren |
| € 5.000,00 € 58.507,00 |
Sonderlasten der laufenden Gebarung (Repräsentation-sausgaben) Geldbeträge zur Verfügung der Sprengelbeiräte, € 15.000,00 Projekt Radkunstweg, verschiedene Projekte im Sprengel) |
| € 6.759,00 | Abschreibungen (Abschreibungsquote für den Anteil des Verwaltungssitzes, der mit Eigenmitteln finanziert worden ist) |
| € 200.000,00 | Reservefond |
| € 2.856.000,00 | Durchgangsposten |
| €1.600.000,00 | Kassavorschuss |
| € 6.260.000,00 | Investitionen |
| €25.739.260,00 | Einnahmen |
| € 254.193,00 | Zuweisungen des Landes für laufende Ausgaben (LG 28/93) |
| € 11.161.233,00 | Landesbeitrag zur Finanzierung der Sozialdienste (€ 789.000,00 finanzielle Sozialhilfe, € 10.341.633,00 für laufende Ausgaben, € 30.600,00 für versch. Projekte) |
| € 48.736,00 | Mitgliedsbeitrag der Mitgliedsgemeinden |
| € 16.000,00 | Sekretariatsgebühren |
| € 510,00 | Gebühren für Teilnahme an Wettbewerben |
| € 223.818,00 | Beitrag der Gemeinden für Hauspflegedienst |
| € 827.200,00 | Beitrag der Gemeinden für Müllabfuhrdienst |
| € 444.364,00 | Spesenbeteiligung der Privaten (Hauspflege und Behindertenbetreuung) |
| € 1.561.824,00 | Spesenbeteiligung der anderen Bezirksgemeinschaft für die Unterbringung von Betreuten in unseren Einrichtungen |
| € 134.946,00 | Einnahmen aus dem Verkauf von Produkten |
| € 62.016,00 | Einnahmen aus Dienstleistungen (z. B. Verpackung von Schrauben für die Fa. Unifix in den Werkstätten, Instandhaltung von Grünanlagen in Mitgliedsgemeinden usw.) |
| € 17.340,00 | Einnahmen aus Mieten (Dr.-Streiter-Gasse, ehemaliger Verwaltungssitz) |
| € 10.200,00 | Aktivzinsen auf Kassabestände |
| € 8.160,00 | Ausstellen von Fotokopien, Rückvergütung von Versicherungsprämien usw. |
| € 200.000,00 | Behebung aus dem Sparbuch für die Auszahlung von Abfertigungen bzw. Vorauszahlungen auf die Abfertigung |
| € 36.720,00 | Rückforderung der gewährten Darlehen in der finanziellen Sozialhilfe |
| € 1.600.000,00 | Kassavorschuss |
| € 2.856.000,00 |
Durchgangsposten |
| € 3.050.000,00 | Einnahmen aus dem Verkauf von Immobilien (Verwaltungssitz) |
| € 3.210.000,00 | Beitrag der Autonomen Provinz Bozen zum Ankauf von Liegenschaften (Haus Locia) |
| € 16.000,00 | Einnahmen, die nicht speziellen Kapiteln zugewiesen werden können. |
Ausgewiesener Betrag der laufenden Ausgaben in der Bilanz 2007: € 14.408.888,51
Ausgewiesener Betrag der laufenden Ausgaben in der Bilanz 2008: € 15.023.260,00
Mehrausgaben 2008: € 614.371,49
Grundsätzlich wurden die laufenden Ausgaben um 2 % Inflationsrate erhöht. Die reelle Erhöhung betrug 4,09 %.
Insgesamt Erhöhung der Voranschlages: € 614.371,49
Inflationsbedinte Erhöhung: € 288.177,77
Differenz: € 326.193,72
Diese Mehrausgaben ergeben sich aus:
In der neuen Wohneinrichtung in Kardaun sind zwei zusätzliche Personaleinheiten notwendig, da die Aufnahmekapazität größer wie in der alten Einrichtung ist. Außerdem soll als neues Angebot eine familienentlastende Wochenendaufnahme für Betreute ermöglicht werden, wozu eine zusätzliche Personaleinheit erforderlich ist. Die Geschützte Werkstatt in Kardaun bietet 7-8 Betreuungsplätze mehr, wofür eine zusätzliche Personaleinheit von Nöten ist.
Sprengel: Für die Hauspflege sind 3 Personaleinheiten aufgrund chronischer Unterbesetzung und einem gestiegenen Leistungsangebot wie Wochenenddienst, Projekt KIDS und Beratung „Sicheres Wohnen“ usw. erforderlich.
Der Finanzdienst wurde um eine Bürokraft aufgestockt.
Weitere höhere Ausgaben sind für die jährlich laut Kollektivvertrag anfallenden Gehaltsvorrückungen der Bediensteten erforderlich.
